5. Ostersonntag A – 22. Mai 2011

Thema: Dabei bleiben (Bilder von Jesus)

Eingangslied  

Begrüßung

Einführung

Liebe Kinder, liebe Jugendliche, liebe Erwachsene, wir feiern immer noch Ostern – heute schon am fünften Sonntag hintereinander! Wir freuen uns darüber, dass Jesus auferstanden ist. Deswegen habe ich euch heute zwei Bilder von Jesus mitgebracht. Aber nicht so Gebetbildchen oder Gemälde. Nein, schaut mal hier: Ein schwerer Backstein – und ein Navi. Das sollen Bilder von Jesus sein? Ja! Da seid ihr aber gespannt… Bevor wir aus der Bibel Näheres über diese Jesus-Bilder hören, rufen wir Jesus selbst an. Er kommt in unsere Mitte.

 Kyrierufe:

·       Herr Jesus, wenn wir zu dir rufen, kommst du in unsere Mitte.

Herr, erbarme dich.

·       Herr Jesus, wir bringen dir, was bei uns nicht in Ordnung ist.

Christus, erbarme dich.

·       Herr Jesus, du stärkst und tröstest uns.

Herr, erbarme dich.

 Vergebungsbitte

 Glorialied

 Tagesgebet

Gott, unser Vater,

du hast uns durch deinen Sohn Jesus frei und froh gemacht.

Du nimmst uns als deine Kinder an und liebst uns.

Schau mit Freude und Liebe auf alle, die an Christus glauben,

und schenke ihnen festen Halt und ein klares Ziel.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Amen.

 

Katechese:

Liebe Kinder, was kann man mit so einem Stein alles machen? (kurzes Gespräch: Haus bauen, Weg pflastern usw….; kleines „Drama“: den Stein hinlegen und darüber stolpern…) Ja, stolpern kann man auch über so einen Stein. In der Lesung hören wir gleich davon, dass Jesus, der Herr, mit einem solchen Stein verglichen wird. Jesus ist der „lebendige Stein“. Was ist damit gemeint? Gott will für die Menschen etwas aufbauen, ein Haus des Lebens, das Schutz und Geborgenheit gibt. Und dazu legt Gott einen Eckstein: das ist der wichtigste Stein, der die Grundmauern zusammenhält. Und dieser Eckstein ist Jesus: Der Glaube an Jesus hält uns alle zusammen. Aber nicht alle haben Jesus geglaubt, ja, man hat ihn an Karfreitag sogar getötet. Man hat ihn weggeworfen, wie Bauleute, die sich einen Stein anschauen und sagen: Den kann man nicht brauchen. Gott aber ist mächtiger als die Menschen damals, die Jesus getötet haben: Gott hat Jesus auferweckt und seinen Plan verwirklicht: Jesus ist der Eckstein. Und für manche ist Jesus ein „Stein des Anstoßes“: Das ist eine Redensart, wenn man sagen will, dass sich Leute über jemanden ärgern. Bis heute gibt es Leute, die nicht an Jesus glauben, die unseren Glauben für Geschwätz halten. Sie nehmen Anstoß an Jesus, sie stolpern über diesen Eckstein. Wir aber wollen zu Jesus gehören, wir bauen unser Leben auf diesen Stein. So wird Jesus zum festen Fundament unseres Lebens. Und wenn wir dabei bleiben, am Glauben festhalten und immer wieder zusammenkommen, dann merken wir, wie wir getragen werden, wie wir sicheren Boden unter den Füßen haben. Das ist großartig. Jetzt hören wir diese Lesung aus dem Neuen Testament, die von Jesus als dem auserwählten Stein spricht.

 

Lesung: 1 Petr 2,4–9

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Petrus.

Schwestern und Brüder!

4 Kommt zum Herrn, dem lebendigen Stein,

der von den Menschen verworfen,

aber von Gott auserwählt und geehrt worden ist.

5 Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen,

zu einer heiligen Priesterschaft,

um durch Jesus Christus geistige Opfer darzubringen, die Gott gefallen.

6 Denn es heißt in der Schrift:

Seht her, ich lege in Zion einen auserwählten Stein,

einen Eckstein, den ich in Ehren halte;

wer an ihn glaubt, der geht nicht zugrunde.

7 Euch, die ihr glaubt, gilt diese Ehre.

Für jene aber, die nicht glauben, ist dieser Stein,

den die Bauleute verworfen haben, zum Eckstein geworden,

8 zum Stein, an den man anstößt,

und zum Felsen, an dem man zu Fall kommt.

Sie stoßen sich an ihm, weil sie dem Wort nicht gehorchen;

doch dazu sind sie bestimmt.

9 Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft,

ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde,

damit ihr die großen Taten dessen verkündet,

der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.

 

Ja, wir gehören zu Jesus, so hat es uns die Lesung voller Begeisterung geschildert. Vom Aufbauen, Hausbauen und Wohnungbauen ist auch im Evangelium heute die Rede. Passt auf, wenn das Wort „Wohnungen“ kommt!

 Lied (Zwischengesang)

 Evangelium: Joh 14,1-12

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

1 Euer Herz lasse sich nicht verwirren.

Glaubt an Gott und glaubt an mich!

2 Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.

Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt:

Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?

3 Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe,

komme ich wieder und werde euch zu mir holen,

damit auch ihr dort seid, wo ich bin.

4 Und wohin ich gehe - den Weg dorthin kennt ihr.

5 Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst.

Wie sollen wir dann den Weg kennen?

6 Jesus sagte zu ihm:

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;

niemand kommt zum Vater außer durch mich.

7 Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.

8 Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns.

9 Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch

und du hast mich nicht erkannt, Philippus?

Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.

Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater?

10 Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst.

Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke.

11 Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke!

12 Amen, amen, ich sage euch:

Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater.

 

Ich habe euch noch ein Jesus-Bild mitgebracht: das „Navi“ – ein Navigationsgerät. Was macht man damit? (kurzes Gespräch…) Das Navi zeigt uns den Weg, wenn wir jemanden besuchen wollen oder in den Urlaub fahren. Gibt es denn für unseren Lebensweg auch ein Navi? Manchmal wäre das gut, wenn man vor wichtigen Entscheidungen steht. Auf welche Schule soll ich gehen? Soll ich den Neuen in unserer Klasse zum Spielen einladen? Wenn ihr älter werdet, werden die Fragen mehr und anders: Welchen Beruf soll ich ergreifen? Usw. Die Erwachsenen kennen viele solche Fragen. Da wäre ein „Navi“ schon recht. Wir könnten andere Leute fragen: die Eltern, die Lehrer, besondere Berater. Man kann viele Gespräche führen. Aber die Entscheidung muss man selber treffen. Wen kann ich noch fragen, ob ich das Richtige tue, ob ich mich richtig entscheide? Jesus sagt uns im Evangelium, dass er das „Navi“ unseres Lebens sein will: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Im Glauben an Jesus finden wir Zuversicht und Sicherheit, so dass wir den richtigen Weg finden werden. Für ein „Navi“ braucht man Kartenmaterial – was ist das „Kartenmaterial“, wenn wir Jesus als „Navi“ haben? Woher erfahren wir etwas über Jesus? Aus der Bibel – in ihr lesen wir, aus ihr hören wir im Gottesdienst. Ein Navi braucht noch etwas: ein Signal vom Satelliten. Es muss mit dem Satelliten am Himmel in Verbindung bleiben, damit es weiß, wo wir gerade sind. Mit Jesus als Navi ist es genauso: Jesus steht in ganz enger Verbindung zu Gott, dem Vater. Jesus kommt von Gott und ist wieder zu Gott gegangen – und zugleich ist er bei uns und zeigt uns den Weg. Das geht aber nur, wenn auch wir in Verbindung zu Jesus bleiben, wenn wir dabei bleiben. Suchen wir also immer wieder (wie ein Navi) unser Signal und kommen wir zum Gottesdienst zusammen. Bleiben wir untereinander und mit Jesus in Kontakt, informieren wir uns über den Glauben (denkt an den Religionsunterricht!), lesen wir etwas, sprechen wir miteinander – und Jesus wird in unserer Mitte sein und uns den Weg weisen.

 Glaubensbekenntnis

 Fürbitten

Jesus ist mit Gott, dem Vater, in enger Verbindung. Wir sind mit Jesus in Kontakt. Daher können wir ihm unsere Bitten und Anliegen vortragen.

·       Jesus, sei du das Fundament unseres Lebens, der Eckstein, der alles zusammenhält, und stärke unseren Glauben.
Wir bitten dich, erhöre uns.

·       Jesus, zeige uns den richtigen Weg, damit unser Leben gut wird und wir richtige Entscheidungen treffen.
Wir bitten dich, erhöre uns.

·       Jesus, sei bei allen, die Orientierung brauchen, die ratlos und mutlos sind. Stärke ihre Hoffnung.
Wir bitten dich, erhöre uns.

·       Jesus, tröste alle, die über einen Verstorbenen trauern. Wir hoffen auf ein Wiedersehen in den Wohnungen des Vaters im Himmel.
Wir bitten dich, erhöre uns.

Das sind unsere Bitten, und noch manches andere haben wir auf dem Herzen. Begleite uns, Jesus, auf unserem Lebensweg. Amen.